Anschlussfinanzierung: Möglichkeiten im Überblick

Hypothekendarlehen laufen oft deutlich länger als 15 Jahre, die Zinsfestschreibung gilt aber meist nicht für die gesamte Laufzeit. Nähert sich das Ende der Zinsbindung, ist es an der Zeit, über eine Anschlussfinanzierung nachzudenken. Dabei sollte mehr beachtet werden als nur der Zinssatz.

Anschlussfinanzierung: Verhandeln lohnt sich!
Grundsätzlich gilt: der Kreditgeber ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Anschlussfinanzierung (Fachbegriff: Prolongation) anzubieten. Das Kreditinstitut muss den Kreditnehmer aber spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung darüber informieren, ob ein neues Angebot zur Verlängerung des Kredits gemacht werden soll. In der Regel bietet die Hausbank bei unveränderter Bonität eine Verlängerung zu gleichen Konditionen an. Meist ist bei einem solchen Angebot aber noch einiges an Verhandlungsspielraum vorhanden - auch was z. B. Sondertilgungsmöglichkeiten oder eventuell vorhandene Risiko-Zinsaufschläge angeht.


Auf jeden Fall lohnt es sich, zum besseren Vergleich das eine oder andere Konkurrenzangebot einzuholen. Bei einem Wechsel des Kreditgebers sollte man jedoch genau nachrechnen: die Grundschuld, die auf die Immobilie eingetragen wurde, muss dann übertragen werden. Das zieht Notarkosten und Kosten für das Grundbuchamt nach sich, die den Vorteil eines günstigeren Zinssatzes mindern können. Ob es sich trotzdem lohnt, hängt von der verbleibenden Kreditsumme und der Restlaufzeit ab. Wer über die aktuelle Entwicklung am Finanzierungsmarkt informiert werden möchte, sollte sich www.finanzenmagazin24.de genauer anschauen.

Forward-Darlehen: Auf Nummer sicher?
Eine weitere Variante ist die Ablösung des Kredits durch ein so genanntes Forward-Darlehen. Statt auf die Prolongation zu warten, werden hier die Konditionen für einen neuen Kredit schon Monate oder Jahre im Voraus festgeschrieben. Diese Vorgehensweise lohnt sich jedoch nur, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass die Hypothekenzinsen kurzfristig stark ansteigen und zum Zeitpunkt der Fälligkeit deutlich über dem bisherigen Niveau plus dem Zinsaufschlag für das Forward-Darlehen liegen werden.

Eine Anschlussfinanzierung ist ein komplexes Paket, das nicht nur aus einem günstigen Zinssatz besteht. Genauso wichtig sind Vertragsbestandteile wie Zinsbindung, Tilgungsrate und Sondertilgungsmöglichkeiten. In den meisten Fällen empfiehlt es sich daher, die Nerven zu bewahren, sich vorab erst einmal gründlich über die aktuellen Konditionen zu informieren und das für die eigene Situation beste Angebot auszuwählen.