Tagesgeld

In unsicheren Wirtschaftszeiten geht der Trend zu kurzfristigen und eher risikolosen Geldanlagen. Der Anleger möchte relativ schnell Zugriff auf seine Anlage haben, falls am Finanzmarkt unvorhergesehene Dinge geschehen. Der Anleger sucht dabei natürlich nach einem Kompromiss, der eine kurzfristige Geldanlage mit einer guten Rendite verbindet. Eine ideale Möglichkeit ist dabei die Anlage in Tagesgeld.

Dabei eröffnet der Anleger zunächst ein Tagesgeldkonto. Das geschieht in der Regel meist online. Nun kann er einen bestimmten Betrag auf das dieses Tagesgeldkonto legen. Dieses hat einen Zinssatz, der fest ist, aber sich auch am Zinsniveau am Markt orientiert. Dabei ist der Zinssatz relativ gut, verglichen mit der Möglichkeit der sehr kurzfristigen Anlage. Der Anleger hat jederzeit, also täglich, Zugriff auf seine Anlage. So gut wie jede Filialbank und jede Direktbank hat ein Tagesgeldkonto in ihrem Produktprogramm. Dadurch herrscht ein sehr großer Konkurrenzkampf und täglich kommen neue Angebote hinzu. Darum ist es durchaus üblich geworden, dass Anleger teilweise täglich ihre Anlage von einem Tagesgeldkonto zu einem anderen Tagesgeldkonto transferieren, weil sie dort höhere Zinsen bekommen. Im Fachjargon wird von "Tagesgeld-Hopping" gesprochen. Für den Anleger ist das durchaus lukrativ, denn die Unterschiede zwischen den Tagesgeldkonten liegen mitunter bei über 1 %.

Die Geldanlage in Tagesgeld ist deswegen so interessant, weil der Anleger insbesondere vom Zinseszinseffekt profitieren kann. Denn er bekommt ja immer dann die Zinsen ausbezahlt, wenn er von einem Tagesgeldkonto zu einem anderen wechselt. Würde er also täglich wechseln, würden ihm auch täglich die Zinsen gutgeschrieben. Bei einer anderen Geldanlage erhält er eine Zinsgutschrift vielleicht nur einmal oder zweimal jährlich.