Wertpapierdepot

Wer mit Wertpapieren handelt, bekommt von der Bank zur Verwaltung der Wertpapiere ein Wertpapierdepot zugewiesen. Dieses ist in der Regel durch eine numerische Depotnummer genau identifiziert und dem Depotbesitzer zugeordnet. Das Wertpapierdepot wird bei der Bank geführt, aber im Schriftverkehr anonym gehalten.

Grundsätzlich wird zwischen offenen und geschlossenen Depots unterschieden. Das offene Depot wird nochmals unterschieden in eine Streifbandverwahrung und eine Girosammelverwahrung. Üblich ist heute in Deutschland zumindest die Girosammelverwahrung. Hier wird das Wertpapierdepot als ein Konto geführt, wo die Bestände gebucht werden. Manchmal werden Wertpapiere auch in Papierform in einem Safe geführt. Die Summe aller Wertpapiere und anderer Anlagen, die in dem Wertpapierdepot liegen, werden als Portfolio bezeichnet. Alles, was an Zinsen, Dividenden oder Depotgebühren anfällt, wird auf einem separaten Verrechnungskonto geführt.

Unter den geschlossenen und offenen Wertpapierdepots gibt es verschiedene Formen. Insgesamt werden vier Typen unterschieden. Das Eigendepot wird als Depot A bezeichnet und enthält alle Wertpapiere aus dem Eigenhandel der Bank. Dieses Depot haftet für alle Verbindlichkeiten der Bank gegenüber dem sogenannten Drittverwahrer. Das Depot B beinhaltet alle Fremd- Ander- oder Treuhanddepots. Es enthält alle Wertpapiere aus den Komissionsgeschäften. Daneben gibt es das Pfanddepot, auch Depot C genannt. Dort sind alle verpfändeten Wertpapiere von Kunden der Bank. Und schließlich existiert noch das Sonderpfanddepot (Depot D), welches Wertpapiere enthält, die beschränkt verpfändet sind.

Die Bank erhebt für jedes Wertpapierdepot eine Depotgebühr. Diese orientiert sich in der Regel an der Höhe sowie der Art der Depotbestände. Es gibt allerdings auch einige Direktbanken und Fondsgesellschaften, die sogar eine kostenfreie Depotführung anbieten. Mehr zum Thema Wertpapierdepot auf Wertpapierdepot.com