Zinsen

Der Begriff Zinsen kommt aus der Finanzwelt. Damit ist ein Entgelt gemeint, das ein Schuldner für eine zeitlich befristete Überlassung von Sach- oder Finanzgütern dem Gläubiger zu zahlen hat. Im Finanzwesen bezieht sich das vor allem auf die Überlassung von Geld in Form von Krediten. Der Gläubiger ist in diesem Fall die Bank. Sie überlässt dem Schuldner für einen definierten Zeitraum eine bestimmte Geldsumme. Für diese Geldsumme erhält sie Zinsen, die bei Vertragsabschluss vereinbart werden. Die Höhe der Zinsen wird zwischen den beiden Parteien festgelegt.

Die Zinsen ergeben sich aus dem festgelegten Zinssatz, der immer für ein bestimmtes Intervall, in der Regel ein Jahr, festgelegt wird. Die Zinsen sind also ein bestimmter Geldbetrag, der aus dem Zinssatz sowie der Zeitdauer entsteht. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einem Zinseszinseffekt. Damit ist gemeint, dass der Zins mitverzinst wird, der auf die Schuld aufgeschlagen wird. Davon profitiert die Bank, auf der anderen Seite profitiert der Sparer, der einen bestimmten Betrag bei der Bank anlegt und dafür Zinsen bezahlt. Wenn die ausgezahlten Zinsen zum Anlagebetrag addiert werden, entsteht ebenfalls der Zinseszinseffekt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Zinsen. Auf dem Finanzmarkt spricht man von Zinsen auf Geldkapital. Der Kunde erhält Zinsen für sein Kapital, das er bei der Bank anlegt. Von Mietzins spricht man bei der Überlassung von Immobilien und Grundstücken. Pachtzins wird bezahlt, wenn Grundstücke oder Immobilien überlassen werden, die vom Mieter benutzt oder bewirtschaftet werden können. Auch der Begriff Erbbaurechtzins ist gebräuchlich. Er meint die Überlassung eines Grundstücks oder Immobilie, wofür eine regelmäßige Abgabe entrichtet wird.